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Rock´n´Roll für das Gehirn – Erfolgsfaktor Umfeld

26 Sep 2018, Geschrieben von René Wasmund in Allgemein

Warum Sie der Durchschnitt der 5 Menschen sind, mit denen Sie die meiste Zeit verbringen und wie Sie mit Ihrem persönlichen Umfeld Ihre Ziele erreichen

Sicher haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, an welchem Punkt im Leben sich wohl entscheidet, ob Sie erfolgreich oder sehr erfolgreich oder sehr, sehr erfolgreich sein werden.

Natürlich ist „erfolgreich“ eine relative Einordnung, die vom Ausgangskontext und einer Vielzahl anderer Faktoren abhängt. Ich möchte es an dieser Stelle nicht zu kompliziert machen und es Ihrer Bestimmung überlassen, wie sie erfolgreich definieren.

Und sicher haben Sie sich in Ihrem Leben schon einmal gefragt, warum es so schwierig ist, den nächsten Entwicklungsschritt zu gehen, obwohl in der Theorie alles klar ist und der Masterplan ausgearbeitet vor ihnen liegt.

Auch diese Frage wird sich in Gänze nur sehr komplex beantworten lassen.

Ein Umstand sticht bei der Betrachtung der Fragestellung nach den Entwicklungsmöglichkeiten jedoch immer wieder besonders heraus:

„Du bist der Durchschnitt der 5 Menschen, mit denen du die meiste Zeit verbringst.“

Dieses Zitat stammt von Jim Rohn, einem US-amerikanischen Unternehmer und Autor.

Erst einmal dürfte diese Behauptung Zustimmung hervorrufen, denn es ist unstrittig, dass wir nicht nur ein Produkt unseres eigenen Bewusstseins, sondern auch der Menschen sind, die uns umgeben.

Bei genauerer Betrachtung wird deutlich, dass hinter der Aussage von Rohn für den eigenen Weg viel mehr stecken könnte, als auf einen ersten flüchtigen Blick wahrzunehmen ist.

Seit geraumer Zeit erforschen Soziologen, wie sich zwischenmenschliche Interaktionen auf das Leben der einzelnen Individuen auswirken. Und es existieren gesicherte Erkenntnisse, dass unser Bewusstsein viel mehr von den Menschen in unserer Umgebung beeinflusst wird, als wir bisher angenommen haben.

Besonders interessant ist die Erkenntnis, dass die Grundstimmung eines Lebenspartners auf das Bewusstsein des Anderen mehr Einfluss hat als dessen eigene Gedanken.

Mit dieser Feststellung lässt sich erahnen, wie wichtig das persönliche Umfeld für die eigene Entwicklung ist.

Wenn Sie mögen, lassen Sie sich nun auf ein kleines Experiment ein.

Wir werfen dabei einen Blick auf Ihre persönliche Situation:

  1. Finden Sie heraus, wer die 5 Menschen in Ihrem Leben sind, mit denen Sie am meisten Zeit verbringen.
    Beziehen Sie Ihren Lebenspartner und Ihre Eltern bei der Auswahl mit ein, nicht jedoch Ihre Kinder, wenn Sie nicht noch nicht volljährig sind.
    Als Zeiteinheit gilt zudem nicht nur persönliche Zeit, sondern auch Zeit im Beruf (Kollegen und Geschäftspartner), beim Telefonieren, beim Hobby oder mit Freunden.
  2. Notieren Sie Ihr Ergebnis.
    Schreiben Sie Ihren Namen in die Mitte eines Blattes Papier.Notieren Sie außen herum die Namen der 5 Menschen.
  3. Erinnern Sie sich, welche Grundstimmung die 5 Menschen Ihnen übermitteln und schreiben Sie sie mit wenigen Worten dazu

    Seien Sie dabei ehrlich zu selbst!

    Wenn jemand ständig jammert und alles erst einmal negativ sieht, dann bleibt das auch dann der Fall, wenn Sie selbst die gleiche Grundstimmung bei sich ausgemacht haben.

    Also auch, wenn es jetzt einmal etwas in der Seele wehtut – welche Art von Grundgefühl bzw. Grundausstrahlung dominiert bei den 5 Menschen, mit denen Sie am meisten Zeit verbringen.

  4. Was machen die Begegnungen mit den 5 Menschen mit Ihnen?

    Fühlen Sie sich nach einer Begegnung mit diesem Menschen energiegeladener, freudiger, sicherer, enthusiastischer als vorher oder ist eher das Gegenteil der Fall.

    Sollten Sie sich nach einer Begegnung besser fühlen, zeichnen Sie ein „+“, andernfalls ein „-„ neben den Namen der Person. Sollte das Gefühl in der Waage sein, setzen Sie das Zeichen „+/-„.

  5. Zu welchem Ergebnis sind Sie gekommen?

    Betrachten Sie Ihre Aufstellung einen Moment lang und lassen Sie wirken, aus welcher Richtung positive und aus welcher Richtung negative Signale kommen.

  6. Nun reflektieren Sie:
    • Was machen die positiven Signale möglich und auf welchem Weg werden Sie dadurch unterstützt, was andernfalls schwieriger oder nicht möglich wäre?
    • Welche Entwicklung könnten die negativen Signale bremsen oder welcher Schritt ist für Sie schwieriger, weil Sie an einer Stelle auf Widerstand stoßen, an der er für Sie nicht nützlich ist?
    • Überwiegen positive oder negative Einflüsse und sind diese Einflüsse mit Ihren Wünschen und Zielen vereinbar?
    • Wähnen Sie sich in Gedanken am Ziel angekommen und schauen nun zurück auf Ihren Weg dorthin – was musste sich auf dem Weg verändern, damit Sie erfolgreich sein konnten und inwiefern betrifft das die 5 Menschen?
  7. Ziehen Sie den Kreis noch etwas größer.

    Wie sieht es in der Ebene hinter den 5 Menschen aus?

    Welche 5 Menschen könnten für Ihre 5 Menschen diejenigen sein, mit denen sie am meisten Zeit verbringen und welche Auswirkungen könnte das auf die Entwicklung Ihrer 5 Menschen haben, die wiederum auf Sie ausstrahlt?

    Notieren Sie sich das Ergebnis Ihrer Überlegungen und fahren Sie fort bis zur Einschätzung, ob die 2. Ebene der Menschen positiv, negativ oder neutral auf Ihre 5 Menschen wirkt.

  8. Reflektieren Sie ein weiteres Mal:
    • Welche Auswirkungen könnte die Stimmungslage der 2. Ebene auf Sie selbst haben?
    • Erkennen Sie eine grobe Richtung, aus der überwiegend positive oder überwiegend negative Signale kommen?
    • Können Sie spüren, welcher Umgang Ihre Entwicklung beflügelt und welcher sie vielleicht hemmt?
  9. Sehen Sie auf Ihrem Weg die Notwendigkeit von Veränderungen?

    Falls ja, notieren Sie Veränderungspotentiale in klaren Aussagesätzen mit unzweideutigen Formulierungen.

    Prüfen Sie, inwiefern Sie die Beziehung durch Ihren eigenen Beitrag so verändern können, dass weniger oder keine negativen Einflüsse auf Sie ausstrahlen. Wählen Sie dabei wieder die Methode, sich bereits am Ziel zu sehen und in der Rückschau zu betrachten, was alles notwendig war, um noch mehr Gutes in die Beziehung einzubringen.

    Schauen Sie sich auch an, ob Ihr Umfeld Sie gerade bei den Themen, die Ihnen wichtig sind, unterstützen kann.

    Wenn das nicht der Fall sein sollte, könnte der Gedanke hilfreich sein, ganz bewusst eine Erweiterung des Umfelds um Personen vorzunehmen, die Ihr Thema exzellent beherrschen und Ihnen vielleicht als Mentor zur Verfügung stehen könnten.

  10. Erschaffen Sie sich Ihr Umfeld passend zu Ihren Zielen

    Von dem Moment, über den Sie sich über Ihre Ziele absolut im Klaren sind, wird Ihr Unterbewusstsein Sie in die Richtung lenken, die es für das Erreichen der Ziele einzuschlagen gilt.

    Wenn Sie bei klaren Zielen auf Ihre Intuition vertrauen möchten und sie um aktives TUN ergänzen, werden Sie sich ganz automatisch in ein Umfeld bewegen, das für Ihre Ziele förderlich ist.

    Die permanente Beschäftigung mit den Dingen, die auf dem Weg zum Ziel wichtig sind, wird sie nach und nach zu einem Experten machen und sie werden immer mehr Personen kennenlernen, die sich mit der gleichen Sache beschäftigen.

    Sie verbringen immer mehr Zeit mit diesen Personen und es vollzieht sich langsam, aber stetig eine Wandlung im Umfeld.

    Sie entscheiden, wie viel Raum Sie Ihrer Sache, Ihren Zielen und den Menschen, die damit zu tun haben geben und wie viel Zeit Sie mit den Menschen teilen möchten, die vielleicht bisher im Zentrum Ihrer persönlichen Beziehungen standen.

    Das einzige Kontinuum im Leben ist die Veränderung – und Sie sind der einzige Mensch, der Sie selbst bis zum Schluss begleitet.

    In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein paar wundervolle Ideen auf Ihrem Weg zum nächsten Ziel.