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Rock´n´Roll für das Gehirn – Die TOP-5 Mentaltools, mit denen Sie Ärger und negative Gefühle tiefenwirksam auflösen können

06 Mrz 2019, Geschrieben von René Wasmund in Allgemein

Mal ehrlich: Wie viel Zeit eines Tages verbringen wir damit, uns über den Chef, die Kollegen, die Kunden, die Nachbarn, den Partner, die Kinder, die Politik, verspätete Züge und den Autofahrer vor uns zu ärgern?

Kinder lachen 400 Mal am Tag

Wahrscheinlich viel zu viel, um noch Zeit zu haben für 400 Mal Lachen am Tag, wie es unsere Kinder noch ganz selbstverständlich tun. In der westlichen Welt lachen Erwachsene durchschnittlich noch 12 Mal am Tag. Ein Toter lacht gar nicht mehr. Die Tendenz ist eindeutig, oder?

Buddha sagt über Emotionen wie Ärger, Zorn oder Missgunst: „An Ärger festzuhalten, ist wie Gift zu trinken in der Erwartung, dass der andere daran stirbt.“

„An Ärger festzuhalten, ist wie Gift zu trinken in der Erwartung, dass der andere daran stirbt.“

Aber wie ist es möglich, Gedanken, die negative Gefühle und eine schlechte Stimmung auslösen, aufzulösen oder zumindest so zu transformieren, dass sie keine seelische Belastung mehr darstellen?

Der Schlüssel dazu ist die Veränderung der intrapersonellen Kommunikation, also den Inhalt der 80.000 Gedanken, die Sie täglich haben und die Ihr Selbstbild formen.

Mental-Tools helfen Ihnen, Ihr Selbstbild zu stärken

Mit den folgenden Mental-Tools lernen Sie, Ihre Sicht auf Ihre Dinge des Lebens in die Zukunft zu richten und ein positives Selbstbild zu erschaffen:

1. IHRE VERANTWORTUNG für ALLES, was in Ihrem Leben geschieht

Wenn Sie spüren, dass Ärger oder negative Gedanken da sind oder gerade aufkommen, stellen Sie sich die Frage:

„Was kann ich in der Beziehung zu dem anderen Menschen, über den ich verärgert bin, jetzt und hier noch alles IN MEINE EIGENE VERANTWORTUNG nehmen und SELBST AKTIV TUN, um die Situation zu verbessern?“

Es reicht nicht, die Situation zu erkennen. Um eine Entwicklung raus aus den negativen Gedanken zu erreichen, müssen Sie aktiv werden und für absolut ALLES, was in Ihrem Leben passiert, eine persönliche Verantwortung übernehmen.

Mit der Frage nach den Möglichkeiten, Verantwortung für die Situation zu übernehmen, verhindern Sie, in eine Spirale weiterer negativer Gedanken oder Wut zu geraten und unkontrolliert zu reagieren. Sie bleiben Ihrer Mitte näher und spüren schon nach wenigen Sekunden, dass es Optionen gibt, sich anders zu verhalten als aufbrausend und abweisend. Sie entwickeln Verständnis für die Lage Ihres Gegenübers und verzichten auf Schuldzuweisungen. Damit halten Sie alle Türen für ein friedliches Ende des Konfliktes und die Freiheit Ihrer Seele in der Zukunft offen.

2. IHRE persönliche Lektion

Keine Begegnung mit einem Menschen in unserem Leben geschieht rein zufällig. Wir gehen private und berufliche Beziehungen ein, weil unser Unterbewusstsein uns auf einen ganz bestimmten Weg geschickt hat. Wir beschreiten diesen Weg einzig dazu, als menschliches Wesen zu reifen.

Unterwegs treffen wir immer wieder auf kleinere und größere Hindernisse, für die die Bezeichnung „Aufgabe“ viel besser passt. Zu unseren „Aufgaben“ gehört es auch, uns in der Beziehung zu anderen Menschen zu üben. Wir können unter Beweis stellen und lernen, an andere Menschen keine Erwartungen zu haben, weil diese nichts weiter als der nach außen gerichtete Ausdruck unserer eigenen Bedürfnisse sind.

Wenn Sie Ärger oder Wut spüren, stellen Sie sich eine weitere Frage:

„Welche Aufgabe könnte für mich dahinter stehen, auf diesen Menschen getroffen zu sein – was soll ich aus dieser Begegnung lernen, was ich noch nicht so gut kann und das mir in der Zukunft weiterhelfen wird, wenn ich es gelernt habe?

Ihr Gefühl wird Ihnen die Richtung zur Ursache Ihres Ärgers weisen – nämlich der Fähigkeit, die bei Ihnen noch nicht so weit ausgeprägt ist, um die Situation souverän zu meistern und auf Ihr Gegenüber mit offenen Armen zuzugehen.

3. Jeder Mensch lebt in SEINER EIGENEN Realität

Jeder Mensch ist einzigartig – weil jeder Mensch seine eigene Geschichte mit seiner eigenen Ursprungsfamilie, seiner eigenen Sozialisation und seinen eigenen persönlichen Erfahrungen hat.

So, wie Sie in jeder Situation Ihre Sicht auf die Dinge mit Ihrer ganz eigenen Geschichte entwickeln, tut das jeder andere Mensch auch. Und jeder von uns betrachtet seine eigene Sicht als real existierende Wahrheit.

Lassen Sie den Gedanken zu, dass jeder Mensch in jeder Sekunde seines Lebens das Beste tut, was er in diesem Moment zu tun im Stande ist.

Diese Grundannahme unterstützt Sie dabei, Handlungen von Mitmenschen nicht nach IHREN Maßstäben zu bewerten, sondern zu erkennen, wo der Handlungshorizont des Gegenübers in der Situation, die den Ärger ausgelöst hat, tatsächlich lag.

Sie bekommen ein Gefühl dafür, die Frage zu beantworten: Wie hätte ich in seiner Situation mit seiner Geschichte und Prägung gehandelt?

Der Ärger weicht zurück und das Leid des Handelnden wird als Ursache für das Verhalten, das bei Ihnen negative Emotionen ausgelöst hat, sichtbar.

4. Niemand KANN SIE ärgern

Ärgern können Sie sich nur dann, wenn Sie es ZULASSEN, dass Sie sich ärgern.

Zorn und Ärger entstehen, wenn Sie eine seelische Wunde haben, die durch Ihr Gegenüber mit Worten oder Taten berührt wird. Den Schmerz durch die Berührung projiziert unsere Psyche geschickt auf unser Gegenüber – weil es einfacher ist, einen Schuldigen zu finden, als die Komfortzone zu verlassen und sich seinen seelischen Wunden zu stellen. Dabei ist unser Gegenüber immer nur der Auslöser für den Schmerz, aber nie die Ursache – die sitzt viel tiefer und hat mit unseren eigenen Glaubenssätzen und Erfahrungen zu tun.

Stellen Sie sich die Frage, ob Sie den Ärger in sich zulassen möchten – oder ob sie sich einen Moment Zeit nehmen wollen, um nachzuschauen, welche Erlebnisse oder Erinnerungen die seelische Wunde hervorgerufen haben.

Sie werden bemerken, dass Ärger in Dankbarkeit transformiert werden kann – in Dankbarkeit darüber, darauf hingewiesen worden zu sein, dass es diese seelische Wunde aus Ihrer Vergangenheit noch gibt und dass es die rechte Zeit sein könnte, dieser Wunde etwas mehr Aufmerksamkeit zu schenken als bisher.

5. IHRE Angelegenheiten und der Rest des Universums

Sie können ausschließlich IHRE Gedanken und IHR Handeln beeinflussen. Niemand hat Zugriff auf die Gedanken- und Gefühlswelt eines anderen Menschen.

Wenn Sie sich ärgern oder spüren, dass Ärger im Anmarsch ist, stellen Sie sich auch diese Frage:

„Habe ich auf das, worüber ich mich ärgere, einen Einfluss, um es verändern zu können?“

Sollte das nicht der Fall sein, gestehen Sie sich ein, dass Sie verärgert sind. Gehen Sie gedanklich genau an den Punkt, der Sie ärgert und gestatten Sie sich, ein paar Minuten dort zu verweilen.

Was glauben Sie, was dann passiert?

Probieren Sie es aus!

Ich verrate Ihnen schon einmal die Lösung: es wird langweilig!

Lassen Sie den Ärger ziehen in dem Bewusstsein, dass Sie an dieser Situation nichts ändern können.

Wenn Sie erkennen, dass Sie Einfluss auf den Ärger haben, dann übernehmen Sie die Verantwortung für diese Situation in Ihrem Leben und TUN Sie alles, was Sie tun können, um sie zu verbessern.

„Du wirst morgen sein, was Du heute denkst.“

Mit diesem Zitat, das ebenfalls von Buddha stammt, wünsche ich Ihnen viel Freude und viele wundervolle Erfahrungen auf Ihrem Weg zu Ihren 400 Lachen am Tag.

Wie Sie die Quelle von Ärger erkennen, bevor er in Ihnen Schmerz und Gedanken des Zorns aufkommen lässt und wie Sie die Wirkung Ihres Mental-Trainings um ein Vielfaches verstärken können, erfahren Sie in einem Coaching bei mir.