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#40 Im Urlaub runter fahren und Stress abbauen

01 Aug 2022, Geschrieben von René Wasmund in Podcast

Richtig Runterfahren im Urlaub

In den sozialen Medien oder im TV:  Wir werden überflutet von Gesundheitstipps – von dem, was wir lassen sollen und von dem, was gut für uns sein soll – und immer wieder wird auf die dramatischen Auswirkungen von Stress, zu viel Arbeit und falscher Ernährung hingewiesen. Bewegung gibt es jedoch meist erst dann, wenn dramatische Ereignisse keinen anderen Ausweg lassen als die Beschäftigung mit sich selbst.

10% der Deutschen sind arbeitssüchtig – und das hat in jedem Falle Konsequenzen für die eigene körperliche und mentale Gesundheit sowie Leistungsfähigkeit.

Die überwiegende Mehrzahl der Selbständigen schafft es nicht, im Urlaub die Finger von geschäftlichen Angelegenheiten zu lassen, die einen Aufschub bis nach dem Urlaub dulden würden.

Am Ende ist es pure Gewohnheit, die sich in wiederkehrenden Handlungsmustern widerspiegelt – auch, wenn diese keinen Sinn haben und keinen Mehrwert bieten.

Wiederkehrende Handlungsmuster sind ein Hinweis auf fehlende Handlungsoptionen und fehlende Flexibilität. Es braucht das Bewusstsein und das Anerkenntnis, daran etwas ändern zu wollen.

Hilfreich ist es allemal, einen Blick in den Spiegel zu werfen, bevor körperliche Schäden oder eine eingeschränkte mentale Belastbarkeit die Lebensqualität spürbar verschlechtern.

Wie geht das im Urlaub am einfachsten?

Schaffe Dir einen Tagesablauf, der nur aus Dingen besteht, die Du liebst – sei es Dir wert, dabei genauso konsequent zu sein, wie in Deinem Job und mach´ wenigstens eine Woche absolut nichts anderes als das, worauf Du die meiste Lust hast.

Bereite Deine Abwesenheit gut vor – stelle vorausschauend wichtige Aufgaben fertig, richte einen Abwesenheitsnachweis per Mail ein und informiere Deine wichtigsten Kunden. Dann wir es kaum etwas geben können, dass Dich unentbehrlich macht.

Bewusstsein spielt in diesem Prozess eine große Rolle – was schafft jedoch Bewusstsein?

Atmen schafft Bewusstsein und reduziert Stress

Atmen schafft Bewusstsein – weil es das ist, was verbindet.

Wir haben verlernt zu atmen. Wir tun es viel zu flach und viel zu hektisch – und damit gelingt es uns nicht, den Stress aus dem Körper zu bekommen.

Sobald es Dir gelingt, Dich auf Deinen Atem zu fokussieren, findest Du zu Dir und fährst runter, der Stress verschwindet zu einem großen Anteil und der Geist wird frei für neue Gedanken und Handlungsoptionen.

Mit der Atmung liegt eine große Quelle der Heilung im wahrsten Sinne des Wortes direkt vor unserer Nase.

Unser Atem kann mit einer unsichtbaren Kraft Gehirnfunktion und Entscheidungsfähigkeit verbessern, körperliche Fähigkeiten und Ausdauer stärken und helfen, unsere Kreativität anzukurbeln und Problemlösungsmechanismen in Gang zu setzen.

Das Gute: Atemübungen können überall und ohne jedes Hilfsmittel ausgeführt werden.

Es gibt unglaublich viele Möglichkeiten, den Atem zur Stressreduktion einzusetzen – jeder wird sich mit einer anderen Technik wohlfühlen – es braucht nur die Entscheidung, es ausprobieren zu wollen – und viele Techniken benötigen nur ein Minimum an Zeit, oft gerade einmal fünf Minuten.

Was bewirkt bewusstes Atmen?

-> deutlich weniger nervöse Anspannung – mehr Motivation, Konzentration, Kreativität, Kommunikation

-> positiveres Körperbild – stärkeres Immunsystem, bessere Durchblutung, weniger Schmerzen

-> mehr Körperkraft und Ausdauer – weniger Muskelverspannungen

-> bessere Selbstwahrnehmung – mehr Selbstbewusstsein und Zuversicht

-> erfülltere Beziehungen – zu sich selbst und anderen, Heilung von Verletzungen aus der Kindheit

-> mehr Energie – geringere Ausschüttung von Stresshormonen, innere Ruhe, bessere Erdung, lebendigere Sexualität

Wie praktizierst Du achtsame Atemarbeit?

1. Beobachten

  •  einige Atemzüge bewusst wahrnehmen, ohne etwas zu verändern – Konzentration auf den Augenblick und Bewusstseinsschärfung – in der Kombination aus Atmung und Bewusstsein liegt das Geheimnis

2. Körper zuhören

  •  Gedanken sind die Stimme des Geistes – Gefühle während des Atmens annehmen, auch, wenn es sich nicht besonders gut anfühlt – wahrnehmen ist nicht gefährlich

3. Rhythmus finden

  •  auf den Körper hören und auf Natürlichkeit achten

4. Atemzüge zählen

  •  Atemzüge zählen oder Dauer des Ein- und Ausatmens zählen – das hilft, einen natürlichen Rhythmus zu finden – Atemübungen sind kein Wettkampf

5. Ruhe bewahren

  •  bewusstes Atmen kann sehr intensive Emotionen oder Erregungszustände auslösen … wenn das eintritt, Übung langsam und ruhig beenden

6. Atmen als Prozess

  •  Atemübungen sind eine Methode der Selbstheilung – mit genau dieser Intention da reingehen… Übung mit einer Geste, z.B. beten, abschließen

Atemübung – Wie Du mehr Klarheit gewinnst

– Zeit: 5 Minuten oder länger nach Wahl

– rechter Daumen drückt rechtes Nasenloch zu

– rechter Ringfinger ist bereit, um linkes Nasenloch zu schließen

– bequem sitzen, Rücken aufrecht

 

  1. Durch das linke Nasenloch einatmen und dabei bis 4 zählen
  1. linkes Nasenloch mit rechtem Ringfinger schließen und Daumen vom rechten Nasenloch wegnehmen – langsam durch rechtes Nasenloch ausatmen
  1. linkes Nasenloch geschlossen lassen – durch rechtes Nasenloch einatmen und bis vier zählen – rechtes Nasenloch mit Daumen schließen – linkes Nasenloch freigeben – damit ist der Atemzyklus beendet
  1. beim nächsten Atemzyklus bis fünf zählen – gleichmäßig, rhythmisch und ohne Anstrengung atmen – bei jedem Zyklus Dauer um 1 Zahl verlängern – bis Zyklus bei 8 ist
  1. Ablauf fünf- bis zehnmal wiederholen mit vollständigem Zyklus
  1. zum Abschluss Augen schließen und Hände in Gebetsstellung bringen

 

Viel Spaß beim Runterfahren und Probieren 😁